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Der Fretless Bass

Der Body ist aus einem schönen Stück Lindenholz! Ich wollte einen warmen Bassreichen Ton, darum wählte ich dieses Holz statt Esche oder härteren Sorten. Das war ein steiniger Weg, denn zuerst wurde mir von einem (bekannten) Bassbauer ein (blau)fauliges Stück zugeschickt, wie es scheinbar bei deckend lackierten Bässen üblich ist. Das (umgetauschte) schöne Stück Linde durfte erst mal ein halbes Jahr weitertrocknen, bevor es bearbeitet wurde.

Ein anderes Kapitel ist der Hals. Wie gesagt traute ich mich noch nicht über diese Konstruktion, mein gekaufter Bass war da auch schlecht genug. Ich entschied mich bei einem amerikanischen Customhersteller für 500 DM einen Fretlesshals mit Ebenholzgriffbrett zu erwerben. Das war eine Odyssee, denn nicht mal hier scheint man den Unterschied zwischen links und recht zu kennen, ich bekam einen schönen Rechtshänderhals statt dem bestellten Linkshänderhals zugeschickt. Typisch amerikanisches Marketing! Alles versprechen und nichts halten, so weit sind die deutschen Firmen aber auch schon, die ihre Produkte als Handmade verkaufen (CNC gefräst und maschinenbundiert...). Mein armer Händler, hatte nichts als Arbeit, denn bis ich den richtigen Hals bekam, verging mehr als ein halbes Jahr. So lange mußte auch die Fertigstellung des Bodies warten, denn die Fräsung für den Hals mußte ja genau passen.

Das Zusammenstellen der Hardware war dagegen kein Problem. Die Mechaniken (Schaller BMFL) kann man umbauen, die Brücken sind für Linkshänder auch kein Problem, solange sie symmetrisch sind. Bei mir kam eine Göldo Brücke mit der Option die Saiten einzuhängen drauf.

Die Lackierung lies ich von einem bekannten Schreiner mit DD Lack durchführen, damit bekam ich eine harte, seidenmatte Oberfläche für 60DM. Mit der Zeit werden die Stellen häufiger Benutzung poliert, so daß ein schöner Vintage Look entsteht.

Die Pickups sollten erst mal Standard American Jazzbass Typen von Fender sein. Später probierte ich aber auch die etwas höhenreicheren Seymour Duncan Vintage Jazz Bass (60'er Wicklungen) aus. Alles sehr schön.

Wie sich dann herausstellte, hatte der neue Custom Hals trotz Stahlverstärkungen und dadurch extremer Kopflastigkeit, genau das gleiche Jazzbass typische Problem mit den Deadspots, so daß ich auch nicht viel Spaß damit hatte.
Das nächste Projekt war sicher: der selbstgebaute Hals.

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