Einen etwas schlechteren Eindruck hinterlässt da das Getriebe des 1l Motors. Zum einen ist dieses auf Beschleunigung und nicht Spritsparen ausgelegt. Die Synchronisation hatte bald Probleme gemacht. Der 3. Gang krachte gerne beim Einlegen, wenn man sich dabei zu viel Zeit gelassen hatte. Bereits nach 40' km machte die Kupplung Geräusche und rubbelte. Leider wurde mir auch einmal ein falsches Getriebeöl verkauft (richtige Spezifikation aber mineralisch). Danach waren deutliche Lagergeräusche zu vernehmen. Inzwischen fahre ich überspezifiziertes 75W90 API GL5 (vollsynth), nach über einem Jahr damit sind seltsamerweise die Probleme der Synchronisation des 3. Ganges verschwunden! Nun läuft wieder alles knackig. Auf alle Fälle keine Zusätze verwenden, lieber regelmäßig das Getriebeöl wechseln, um den Abrieb der Synchronringe auszuspülen!
2006 waren dann die Manschetten der Antriebswellen eingerissen und ich habe die komplette Schaltbox des 1.3l Micra eingebaut. Die nötigen Teile, die man dem Spender entnehmen muss, sind im Bild dargestellt (hier alle ausgebauten 1.0l Getriebeteile), man braucht also ein komplettes Spenderfahrzeug.
Das Kabel für Leerlaufkontakt und Rückwärtsgang müssen umgelötet werden. Die Umrüstung lohnt sich aber. Ich habe alleine und ohne Hebebühne oder Spezialwerkzeug 16 Arbeitsstunden dafür gebraucht. Das Fahrzeug wirkt erwachsener. Die ersten Gänge sind beim Anfahren perfekt lang, man kommt sich nicht mehr wie ein Traktor mit Kriechgängen vor, die man nur durchschaltet. Auf 50 km/h kommt man mit niedrigem Drehzahlniveau und sehr flott. Der 4. Gang hat die gleiche Länge, wie der 5. Gang beim "kleinen" Getriebe und der 5. Gang senkt das Drehzahlniveau, so dass man richtig ruhig fährt. Und ich muss immer noch das Gaspedal zügeln, wenn ich im 5. Gang hinter den Leuten aus dem Ort beschleunige...
Die 180mm Kupplung ist giftig und griffig, das 1.3l Getriebe stammt aus einem wagen mit 140' km ist sehr knackig und präziser, als die 1.0l Version, die noch vom K10 Typ stammt.