Das Gaspedal war nicht zu meiner Zufriedenheit, auch andere Murena Fahrer finden sich mit der Sitzposition und der Pedalstellung nicht zurecht. Weitere Recherchen von Torsten helfen mir da weiter. Das Gaspedal steht zu steil.
Wegen dem Umbau auf die Porsche Drosselklappe und dem neuen Gaszug mit Teflonseele, den mir ebenfalls Torsten geschickt hatte, konnte ich bei geringeren Pedalkräften den Weg verkürzen. Ebenso wurden 20mm aus dem Umlenkhebel herausgeschnitten und neu verschweisst. Damit steht das Gaspedal in Ruhestellung parallel zu den beiden anderen Pedalen.
Genereller Tip zum Einstellen des Gasgestänges/Züge:
Zuerst ist es wichtig, dass der Weg des Pedals/Anlenkung ausreicht, um am verwendeten Vergaser/Drosselklappe den maximal nötigen Weg zur Verfügung zu haben. Dann sollte die Drosselklappe bei auf Anschlag getretenen Pedal ganz geöffnet sein. 90° sind nicht nötig, da die Drosselklappenachse bei voller Öffnung die Drosselstelle ist *). Ein paar Grad Reserve sind strömungstechnisch nicht nachweisbar. Man sollte das Spiel, Längendehnung usw. des Zuges berücksichtigen, so dass immer der Anschlag vom Pedal kommt und nicht die Fußkraft bei Anschlag am Gaszug hängt.
Auch die Pedalgummis waren schon recht abgenutzt und mir ich hier die Auflage von Rennsportpedalen lieber. Diese sind direkt mit der Pedalerie verschraubt.
Ich finde es etwas schäbig, Alu Pedale mit Kabelbinder auf die abgenutzten Pedalgummis zu Pappen, das hat eher was mit Halbstarken Tuning (Turbo Aufkleber nicht vergessen!) zu tun :-), das muss doch wirklich nicht sein.
Das Bremspedal hat nun eine Flanke um das Einhaken des rechten Schuhes zu verhindern. Hier noch als Dummy das Serien-Gaspedal, dieses wird natürlich auch durch ein Alupedal ersetzt.
*) Fußnote:
Lange Zeit hat man bei Rennmotoren mechanisch aufwändige und Fehleranfällige Flachschieberdrosseln gebaut. Inzwischen sind selbst bei Formel 1 Motoren wieder normale Drosselklappenmodule verbaut. Man hat festgestellt, dass diese die Strömungsverhältnisse bei korrekten Dimensionierung und höchsten Drehzahlen auch nicht mehr stören. Im Ansaugrohr eines Kolbentriebwerkes mit Überschneidung herrscht ohnehin eine dermaßen turbulente und pulsierende Strömung, dass die Anwendung laminarer Strömungsmechanik, aus der die Idee des Flachschiebers kommt, nicht zutreffen ;-).